Borussia Dortmund hat mit ABB einen neuen Energiepartner gefunden, der das Signal Iduna Park nachhaltiger machen soll. Die Partnerschaft baut auf einer langjährigen technologischen Zusammenarbeit auf und zielt darauf ab, den Energieverbrauch zu optimieren und die betriebliche Transparenz zu erhöhen.
Der Bundesliga-Drittplatzierte will seine bereits ambitionierten Klimaziele weiter vorantreiben. Der BVB ist der erste Bundesliga-Club, dessen Klimaziele von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert wurden. Die neue Kooperation mit ABB soll nun skalierbare Energielösungen auch für das Trainingsgelände, die Akademie, die FanWelt und eine künftige Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge liefern.
Das Signal Iduna Park ist kein Neubau, sondern eine etablierte Arena, deren Infrastruktur sich über Jahrzehnte entwickelt hat. Die Herausforderung liegt in der Nachrüstung durch Elektrifizierung. ABB wird als Energy Management Partner daran arbeiten, das Gebäude energieeffizienter, vernetzter und zukunftsfähiger zu gestalten. Das Stadion ist bereits nach ISO 50001 für Energiemanagement zertifiziert.
Ein zentraler Baustein ist die bereits installierte leistungsstärkste Photovoltaikanlage auf einem Fußballstadiondach der Welt. Sie hat eine installierte Leistung von bis zu 5 MWp. Vor Jahresende soll zudem ein Batteriespeichersystem mit einer Kapazität von 3,75 MWh installiert werden. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Plans, um den Energieverbrauch zu senken und die Leistung zu verbessern.
Mark Zwerner, Vice President Strategic Partnerships bei ABB, betonte den strategischen Wert der Zusammenarbeit. „Signal Iduna Park vereint die Anforderungen einer kritischen Infrastruktur mit der Komplexität eines Gebäudes, das sich über Jahrzehnte entwickelt hat“, sagte Zwerner. Die Partnerschaft demonstriere, wie langjährige Zusammenarbeit strategischen Wert liefern und die Effizienz steigern könne.
Für den 1909 gegründeten Verein mit über zehn Millionen Fans weltweit ist Nachhaltigkeit ein zentraler Pfeiler. Der BVB hat acht deutsche Meisterschaften und fünf DFB-Pokal-Titel gewonnen und war 1966 der erste deutsche Europapokalsieger. Mit einem Umsatz von über 500 Millionen Euro verfügt der Club über die Ressourcen, in zukunftsfähige Technologien zu investieren. Die aktuelle Squad-Liste zeigt allerdings auch personelle Engpässe, da mit Filippo Mané, Giannis Konstantelias, Justin Lerma und Nico Schlotterbeck vier Spieler derzeit verletzt sind.
Das Stadion ist mehr als nur eine Spielstätte. Es wurde 1974 eröffnet und fasst an Spieltagen über 81.000 Zuschauer. Es hat Bundesliga-, Champions-League-, WM- und EM-Spiele ausgerichtet und beherbergt mit der „Gelben Wand“ Europas größten Stehplatzrang. Dr. Christian Hockenjos hob diese einzigartige Atmosphäre hervor: „Tausende Menschen kommen im Signal Iduna Park zusammen, um etwas Außergewöhnliches zu schaffen.“
Die Modernisierung der Energieinfrastruktur soll diesen besonderen Ort bewahren und für die Zukunft wappnen. Die Leistungsdaten der Saison unterstreichen die sportliche Ambition: Fünf Tore erzielt, zwei kassiert und eine positive Tordifferenz von +3. Der Fokus liegt nun auf dem nächsten Spiel in der Bundesliga. Borussia Dortmund empfängt am 12. September 2026 den SC Paderborn 07. Alle anstehenden Termine sind im Spielplan zu finden.
