Borussia Dortmund hat sein Interesse am 17-jährigen mexikanischen Jahrhunderttalent Gilberto Mora bekräftigt und Kontakte zu dessen Umfeld aufgenommen. Der BVB muss sich in dem Rennen um den Offensivspieler jedoch gegen europäische Top-Klubs wie Liverpool, Real Madrid und den FC Barcelona behaupten.

Lothar Matthäus bestätigte dem BVB die Nachforschungen. "Ich habe auch gehört, dass Borussia Dortmund so ein bisschen die Fühler ausgestreckt hat", sagte der Rekordnationalspieler. Die Kontakte laufen über die Spielervermittlerin Rafaela Pimenta, die auch den ehemaligen Dortmunder Star Erling Haaland betreut. Dieser persönliche Draht könnte dem Bundesligisten einen Vorteil verschaffen. Der Klub aus der Ruhrregion führt die Tabelle mit zwölf Punkten aus vier Spielen an und hat in der laufenden Saison neun Tore erzielt.

Konkurrenz aus England und Spanien

Die Konkurrenz ist groß. Neben den spanischen Topklubs soll der FC Liverpool ein Angebot in Höhe von fast 45 Millionen Euro vorbereiten. Diese Information stammt vom mexikanischen Journalisten David Faitelson, der sie auf Angaben von Pimenta zurückführt. Die Agentin selbst hatte den Wert des Spielers bereits im vergangenen Oktober unterstrichen. "Für 15 Millionen bekommt man nicht einmal ein Bein von Gilberto", sagte Rafaela Pimenta damals scherzhaft. Ein Vorteil für Real Madrid und Barcelona könnte in ihren langjährigen Beziehungen zu Pimenta liegen, wobei Mora ein Probetraining in Barcelona bereits abgelehnt haben soll.

Moras Profil und möglicher Zeitplan

Gilberto Mora, der am 14. Oktober 18 Jahre alt wird, ist ein offensiver Mittelfeldspieler und steht beim mexikanischen Verein Club Tijuana bis 2029 unter Vertrag. In seinen ersten sieben Ligaspielen in der Liga MX erzielte er fünf Tore und eine Vorlage. International machte er auf sich aufmerksam, als er bei der WM 2026 als jüngster Spieler des Turniers vier Partien bestritt und sein erstes Länderspieltor im 1:1 gegen Kolumbien schoss. Ein Wechsel nach Europa wäre somit im kommenden Sommer oder Winter möglich. Ignacio Ruvalcaba, Leiter der Tijuana-Nachwuchsakademie, sagte, Mora träume zwar von Real Madrid, bleibe aber mit beiden Beinen auf dem Boden.

Jiménez rät zu Dortmund

Unterstützung für einen Wechsel zum BVB kommt von Nationalmannschaftskollege Raúl Jiménez. Der Stürmer von Fulham riet Mora, einen Schritt nach Deutschland in Betracht zu ziehen. "Er hat das Zeug, überall zu spielen, aber es kann auch ein schrittweiser Prozess sein, Stück für Stück", sagte Jiménez. "Vielleicht in Deutschland, bei Borussia Dortmund. Die haben ihren eigenen Spielstil." Der BVB hat in der jüngeren Vergangenheit bereits teure Transfers für Positionen getätigt, die auch Mora präferiert, etwa mit den Verpflichtungen von Giannis Konstantelias und Konstantinos Karetsas.

Die sportliche Ausgangslage für Borussia Dortmund könnte bei Verhandlungen helfen. Der Tabellenführer geht mit einer Serie von fünf Siegen in das nächste Heimspiel gegen Werder Bremen am 9. Oktober. Ob der BVB im Wettbewerb mit den finanziell starken Konkurrenten die Oberhand behält, bleibt ungewiss. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Kontakte über Rafaela Pimenta in ein konkretes Transferangebot münden.

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