Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovač hat ein klares und überwiegend positives Fazit zum abgeschlossenen Sommer-Transferfenster gezogen. Trotz eines bitteren Rückschlags durch eine schwere Knieverletzung von Neuzugang Giannis Konstantelias sieht der Coach die Mannschaft technisch gestärkt. Die Schwarz-Gelben starteten mit einem 2:0-Sieg in die neue Bundesliga-Saison und liegen mit drei Punkten auf Platz fünf, wie die aktuelle Tabelle zeigt.
Die BVB-Transferaktivitäten begannen mit einem gescheiterten Versuch, Said El Mala vom 1. FC Köln zu verpflichten. Als Alternative holte der Klub daraufhin zwei griechische Offensivspieler: Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias. Letzterer zog sich jedoch bereits im zweiten Saisonspiel, einem 2:0-Sieg gegen den Hamburger SV, einen schweren Kreuzbandriss zu und fällt langfristig aus. Als Reaktion darauf sicherte sich Dortmund noch die Leihe des englischen U21-Nationalspielers Ethan Nwaneri vom FC Arsenal. Zudem verstärkten Joane Gadou und Joey Veerman den Kader. Auf der Verkaufsseite erzielte der Verein einen guten Erlös durch den Weggang von Karim Adeyemi.
Der BVB-Trainer lobte ausdrücklich die Arbeit der Scouting-Abteilung und von Sportdirektor Lars Ricken sowie Geschäftsführer Ole Book. "Kompliment an die Scoutingabteilung und Lars (Ricken) und Ole (Book). Ein Spieler, der fit ist. Er könnte sofort spielen.", sagte Kovač über Ethan Nwaneri. Insgesamt zeigte sich der Coach mit dem Transfergeschäft zufrieden. "Wir und ich sage bewusst wir, sind sehr zufrieden mit dem Transferfenster. Wir haben Spieler geholt, die uns technisch auf ein neues Level heben", betonte er.
Die Verletzung von Giannis Konstantelias ist ein herber Schlag für die Mannschaftsplanung. Er gehört damit zu einer Reihe von Spielern, die derzeit nicht zur Verfügung stehen. Neben ihm fehlen auch Justin Lerma, Nico Schlotterbeck und Ramy Bensebaini. Eine Übersicht über alle Ausfälle bietet unsere Verletztenliste. Trotz dieser Absenzen sieht Kovač die Mannschaft breit aufgestellt, besonders auf der Rechtsverteidiger-Position. Dort nannte er Julian, Maxi und Daniel Svensson als Optionen. Die Defensive präsentierte sich in der ersten Partie solide und kassierte noch kein Gegentor bei zwei eigenen Treffern.
Der Fokus liegt nun voll auf dem nächsten Pflichtspiel. Bereits am morgigen Freitag, dem 5. September 2026, bestreitet Borussia Dortmund das zweite Saisonspiel. Es geht auswärts bei der TSG 1899 Hoffenheim, die derzeit auf dem zwölften Tabellenplatz steht. Alle anstehenden Termine sind auf unserer Spielplan-Seite zu finden. Ole Book, der sein erstes Bundesliga-Transferfenster als Geschäftsführer absolvierte, gab an, rund um die Uhr gearbeitet zu haben. Er erwähnte keinen einzigen freien Tag. Die Mannschaft will die positive Transferbilanz nun in weitere Erfolge auf dem Platz ummünzen und gegen Hoffenheim die zweite Saisonsieg einfahren.
