Joey Veerman hat sich in Dortmund sofort eingelebt und spricht über seine ersten Eindrücke beim BVB. Der 27-jährige Niederländer, der im Sommer von PSV Eindhoven wechselte, verhalf dem Team zu fünf Siegen in Folge nach seinem Debüt im Supercup gegen Bayern München.
Einfacher Start im großen Spiel
Veerman beschreibt sein erstes Spiel für Borussia Dortmund im Franz-Beckenbauer-Supercup als angenehmen Einstieg. „Es war schön, gegen Bayern zu starten. Das ist einfacher, als später einzusteigen“, sagte der Mittelfeldspieler. Seit dieser Niederlage läuft es perfekt: Der BVB gewann alle fünf folgenden Pflichtspiele und steht mit neun Punkten aus drei Spielen auf Platz zwei der Bundesliga-Tabelle.
Gänsehaut im Signal Iduna Park
Besonders beeindruckt zeigt sich Veerman von der Atmosphäre in der heimischen Arena. „Wenn du zum Warm-up rauskommst und die Fans sehr laut singen, dann kriegst du Gänsehaut“, beschrieb er das Gefühl. Diese Energie scheint dem Team zu helfen. Beim 3:2-Sieg gegen Hoffenheim etwa drehte die Mannschaft nach einer schwachen ersten Halbzeit das Spiel noch. Veerman lobt den ballorientierten, aggressiven Spielstil des BVB mit vielen kleinen Pässen und Steckbällen.
Guirassy als „Top-Stürmer"
Ein Schlüsselspieler in dieser starken Anfangsphase ist Serhou Guirassy. Veerman ist von der Qualität des Angreifers angetan. „Er ist ein Top-Stürmer“, sagte der Niederländer. „Er hat eine beeindruckende Qualität, bewegt sich immer zum Ball, um Anschluss zu finden, und ist vor dem Tor scharf.“ Die Zahlen geben ihm recht: Guirassy ist mit zwei Toren in drei Ligaspielen aktuell bester Torschütze der Mannschaft. Seine Vorlage beim 3:0 gegen Paderborn unterstreicht seine Bedeutung für das gesamte Spiel der Borussia.
Anpassung an die Bundesliga
Der Wechsel aus den Niederlanden bedeutete für Veerman auch eine Umstellung im Trainingsalltag. Während man unter seinem Ex-Trainer Peter Bosz, der ebenfalls einmal beim BVB arbeitete, viel mit Rondo und Ballbesitzspielen ohne klassisches Warm-up trainierte, ist in Deutschland die Intensität höher. „Die Bundesliga ist intensiver, mit mehr Laufarbeit und Pressing“, so Veermanns Eindruck. Diese Anpassung ist ihm offenbar gut gelungen, wie die aktuelle Siegesserie zeigt.
Das Ziel: Die Lücke zu Bayern schließen
Das große Ziel für Borussia Dortmund bleibt, den Abstand zu Rekordmeister Bayern München zu verringern. „Um die Lücke zu schließen, müssen wir viele Spiele gewinnen“, ist Veerman überzeugt. Der Weg dorthin führt für ihn auch über die UEFA Champions League, in der er mit PSV bereits Erfahrung sammelte und in der der BVB nun wieder antritt. Der nächste Schritt ist das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am 19. September. Das Team reist als Tabellenzweiter zu dem Gegner, der aktuell auf dem 14. Platz steht. Vor der Reise muss Trainer Edin Terzić jedoch auf die verletzten Filippo Mané, Giannis Konstantelias und Konstantinos Karetsas verzichten.
