Marc Bartra kehrt nach neun Jahren erstmals zu einem Spiel nach Dortmund zurück. Der spanische Verteidiger des FC Sevilla steht damit an dem Ort wieder auf dem Platz, an dem sein Leben 2017 durch einen Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus des BVB eine dramatische Wendung nahm. Die Partie in der Königsklasse am Mittwoch ist für den 35-Jährigen eine höchst emotionale Rückkehr.
Bartra erlitt bei dem Attentat im April 2017 einen gebrochenen Arm und eine tiefe Schnittwunde am Handgelenk, die eine Operation notwendig machten. Drei Sprengsätze mit Metallschrapnell detonierten, als der Bus auf dem Weg zum Champions-League-Heimspiel gegen die AS Monaco war. Während andere Spieler unverletzt blieben, musste Bartra ins Krankenhaus gebracht werden. „Ich hatte Todesangst. Der Anschlag hat mein Leben verändert“, sagte der Abwehrspieler später. Der Täter wurde zu 14 Jahren Haft verurteilt.
Karriereweg nach der Verletzung
Sechs Monate nach dem Vorfall wechselte Bartra vom BVB zu Betis Sevilla, wo er bis heute unter Vertrag steht. Sein Comeback auf dem Platz gab er bereits gut einen Monat nach dem Anschlag, damals noch mit einer speziellen Schiene am Arm. Die Rückkehr nach Dortmund blieb ihm jedoch all die Jahre verwehrt. Nun trifft er mit Sevilla auf seinen alten Verein, der aktuell mit 18 Punkten aus acht Spielen auf dem zweiten Platz der Bundesliga-Tabelle steht und seit fünf Partien ungeschlagen ist.
Aktuelle Form und besondere Atmosphäre
Borussia Dortmund geht mit einer Serie von drei Siegen und zwei Unentschieden in die Begegnung, zuletzt holte man ein 2:2 beim FC Bayern. Die Mannschaft von Trainer Nuri Sahin will die positive Dynamik im heimischen Westfalenstadion fortsetzen, einem Ort, den Bartra aus seiner Zeit von 2016 bis 2018 gut kennt. Der Spanier beschrieb die Stimmung dort einmal mit den Worten: „Wenn 25.000 Menschen singen und springen, dann hat man das Gefühl, dass das Stadion ein eigenes Leben hat. Alles bebt, sogar der Boden.“
Für den BVB ist das Spiel ein weiterer Schritt in einer erfolgreichen Saison, die am kommenden Wochenende mit dem Heimspiel gegen den Tabellensiebten SV Elversberg fortgesetzt wird. Die Dortmunder haben in der Liga bereits 14 Tore erzielt, Topscorer ist mit drei Treffern Serhou Guirassy. Die Verletztenliste umfasst derzeit Emre Can, Giorgos Konstantelias und Jefferson Lerma. Bartras emotionaler Besuch unter den Flutlichtern des Westfalenstadions markiert am Mittwochabend den Abschluss eines langen persönlichen Kapitels.
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