Borussia Dortmund sah sich in der Schlussphase des Transferfensters mit einer unerwarteten Weigerung konfrontiert, die einen weiteren Neuzugang verhinderte. Der aus der U23 in den Profikader aufgestiegene Innenverteidiger Reggiani lehnte einen Wechsel zu einem englischen Klub eigenständig ab.
Diese Entscheidung hatte weitere Konsequenzen für die Transferplanung des Bundesligisten. Ein anderer möglicher Deal platzte: Die Dortmunder hatten Marcel Regula vom polnischen Erstligisten Zaglebie Lubin offenbar als Plan B auf dem Zettel, falls der bereits eingeleitete Transfer von Ethan Nwaneri scheitern sollte. Nwaneri, der 19-jährige Leihspieler vom FC Arsenal, wurde schließlich als Ersatz für den verletzten Giannis Konstantelias verpflichtet.
Warum Dortmund überhaupt einen neuen Spieler suchte
Der Bedarf für einen Offensivspieler entstand durch eine schwere Verletzung von Giannis Konstantelias. Der Grieche zog sich in seinem Bundesliga-Debüt für den BVB gegen den Hamburger SV einen Kreuzbandriss zu, obwohl er in dieser Partie noch sein erstes Tor für den Club erzielt hatte. Er wird dem Team für mehrere Monate fehlen. Als direkter Ersatz wurde daraufhin Ethan Nwaneri für eine Saison ausgeliehen. Die Verpflichtung des jungen Engländers erfolgte kurz vor Ende der Transferperiode.
Wie sich Reggiani für den BVB entschied
Reggiani, der im Sommer von der U23 in die erste Mannschaft von Trainer Niko Kovac befördert wurde, hat unter dem Kroaten noch keine Spielminuten sammeln können. Trotzdem entschied sich der Innenverteidiger gegen einen Wechsel. Der Innenverteidiger lehnte einen Wechsel auf die Insel eigenständig ab. Sein Veto machte den parallel geplanten Deal für Marcel Regula obsolet, obwohl dieser Transfer nicht mehr zustande kam.
Die Mannschaft von Niko Kovac startete mit einem Sieg in die neue Bundesliga-Saison und steht mit drei Punkten auf Platz fünf der Tabelle. Die Bilanz nach einem Spieltag zeigt zwei eigene Tore bei null Gegentoren. Der nächste Test wartet am 12. September mit dem Heimspiel gegen den Tabellenelften SC Paderborn 07. Die Personalentscheidung von Reggiani hinterlässt nun eine spezifische Situation in der Innenverteidigung, die Kovac in den kommenden Spielen berücksichtigen muss. Die komplette Übersicht über die anstehenden Pflichtspiele findet sich auf unserer Spielplan-Seite.
Die Verletzung von Konstantelias und der daraus resultierende Leihdeal für Nwaneri waren die Hauptbewegungen im späten Transfergeschäft. Die Weigerung Reggianis, der erst kürzlich in den Profikader aufrückte, führte jedoch dazu, dass ein weiteres geplantes Manöver auf der defensiven Seite nicht realisiert werden konnte. Der BVB geht somit mit der aktuellen Kaderkonstellation in die nächsten Wochen, die nächste Gelegenheit für Reggiani, sich zu empfehlen, ist das Heimspiel gegen Paderborn.
