Borussia Dortmund muss im entscheidenden Bundesliga-Spitzenspiel am Samstag auf seinen jungen Offensivspieler Konstantinos Karetsas verzichten. Trainer Niko Kovac bestätigte am Montag, dass der 18-jährige Grieche nach einer Bandverletzung im Fuß noch nicht wieder zur Verfügung steht.

Karetsas zog sich das Problem bereits am 17. Oktober beim 0:0 bei Union Berlin zu. Nur acht Minuten nach seiner Einwechslung musste er das Feld verlassen und konnte anschließend nur mit Unterstützung gehen. Er fehlte daraufhin im Champions-League-Sieg gegen Sabah FK und im Bundesliga-Erfolg gegen Frankfurt. Seit der Verletzung konnte Karetsas am Sonntag und Montag nicht mit der Mannschaft trainieren. „Er ist morgen noch nicht einsatzbereit“, sagte Kovac. „Er ist jetzt in den Anfängen, geradeaus zu laufen, schmerzfrei. Er ist für das morgige Spiel noch kein Thema.“

Test für das Wochenende

Der Trainer plant, Karetsas in dieser Woche bezüglich Schüssen und Zweikämpfen zu testen, um eine mögliche Einsatzfähigkeit für das Wochenende zu prüfen. Die Hoffnung auf ein Comeback im DFB-Pokal am Dienstagabend gegen Werder Bremen ist damit zunichte. Die zweite Runde im Pokal bestreitet Dortmund also ohne den talentierten Mittelfeldspieler. Die Alternativen im offensiven Mittelfeld, Ethan Nwaneri, Fabio Silva und Marcel Sabitzer, haben die Rolle von Karetsas in den letzten Spielen nicht überzeugend ausfüllen können.

Der Ausfall trifft die Mannschaft in einer heiklen Phase. Borussia Dortmund liegt in der Bundesliga aktuell auf dem zweiten Platz mit 17 Punkten aus sieben Spielen. Das direkte Duell am Samstag um 18.30 Uhr beim Tabellenführer Bayern München ist damit von großer Bedeutung für die Meisterschaftsentscheidung. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Rivalen endete am 22. August mit einer 1:2-Heimniederlage für den BVB. Die aktuelle Form mit drei Siegen und zwei Unentschieden aus den letzten fünf Ligaspielen gibt jedoch Grund zum Optimismus.

Kovacs Warnung vor Füllkrug

Neben der Personalsorge richtete Kovac seine Aufmerksamkeit auch auf den Gegner im Pokal. Der Trainer warnte insbesondere vor Werder Bremens Stürmer Niclas Füllkrug. Der Nationalspieler, der in der Saison 2023/24 für Borussia Dortmund auflief, führt aktuell die Torjägerliste der Bundesliga mit acht Treffern an. „Er ist sehr dominant bei Standards“, so Kovac. Füllkrug erzielte in der Nachspielzeit den Ausgleich zum 2:2-Endstand im letzten Bundesliga-Duell der beiden Teams vor zweieinhalb Wochen.

Für Dortmund geht es im Pokal um den Einzug in die nächste Runde und die Chance, erstmals seit Mai 2021 wieder ein Finale zu erreichen. Die Mannschaft muss diese Aufgabe nun ohne einen ihrer kreativsten Köpfe bewältigen. Die weiteren Personalentscheidungen für das Spiel in Bremen werden Kovac am Dienstag beschäftigen, während die Vorbereitungen auf das Topspiel in München parallel laufen.

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