Hans-Joachim Watzke hat die wirtschaftliche Kluft zwischen Borussia Dortmund und Bayern München offen angesprochen. Der Geschäftsführer des BVB bezeichnete den Rekordmeister in einem Interview als „überwältigende Favoriten“ für die deutsche Meisterschaft.
"Man muss ehrlich sein, wir hatten eine gute Bundesliga-Saison im vergangenen Jahr und haben 73 Punkte geholt", sagte Watzke. "Früher hätte das für die Meisterschaft gereicht. Heute ist das nicht mehr der Fall, weil der FC Bayern alles dominiert." Der 64-Jährige verwies auf die finanzielle Übermacht des Konkurrenten aus München. Die wirtschaftliche Schere zwischen den beiden Top-Klubs Deutschlands sei inzwischen so groß, dass Dortmund nur begrenzte Möglichkeiten habe, daran etwas zu ändern.
Die Realität des Punktestands
Die 73 Punkte aus der Vorsaison unterstreichen Watzkes Argument. Diese Ausbeute reichte am Ende nur für den zweiten Platz, während Bayern mit 77 Zählern den Titel gewann. Es war das elfte Mal in Folge, dass die Münchner die Meisterschaft holten. Watzke betonte, man solle sich keine Illusionen machen. Die Aussage des BVB-Chefs fällt in eine Phase der Neuausrichtung beim BVB, die sich auch im Kader widerspiegelt.
Die wirtschaftlichen Unterschiede sind im europäischen Fußballalltag allgegenwärtig. Dortmund muss clever im Transfermarkt agieren, um talentierte Spieler zu entwickeln und zu halten. Der Klub setzt weiterhin auf seine bewährte Strategie. Die kommenden Herausforderungen im Rennen um die vorderen Plätze sind im Spielplan der neuen Saison bereits abzusehen. Watzke machte deutlich, dass der Fokus trotz der anerkannten Ungleichheit auf der eigenen Leistung liegen muss. Das nächste Pflichtspiel für die Schwarz-Gelben ist der Auftakt der neuen Bundesliga-Saison am 21. August.
