Die TV-Einschaltquoten für Borussia Dortmund haben einen neuen Höchststand erreicht. Trotz anhaltender Kritik an der Spielweise unter Trainer Niko Kovac verfolgten in der laufenden Saison im Schnitt 353.700 Zuschauer die BVB-Partien bei Sky, wie interne Daten zeigen. Das ist ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 347.290 Zuschauern und setzt einen Trend fort, der bereits in der Saison 2023/24 begann.

Diese Entwicklung steht im Kontrast zur Stimmung unter einem Teil der Anhängerschaft. In sozialen Netzwerken und Fan-Foren wird der Fußball des Teams wiederholt als wenig aufregend beschrieben. Ein Nutzer auf X verglich das Zuschauen mit einem „Pflichttermin“, während ein anderer den Stil als „Fußball zum Abgewöhnen“ bezeichnete. „Man würde späte Tore wie gegen Eintracht Frankfurt (1:0) emotionslos angemessen zur Kenntnis nehmen“, schrieb ein weiterer Fan. Die Vereinsführung hat die Forderung nach attraktiverem Offensivfußball unter Kovac bereits mehrfach bekräftigt.

Kovacs Einfluss auf die Zahlen

Interessant ist, dass die steigenden Zuschauerzahlen parallel zu einer erfolgreichen Phase auf dem Platz verlaufen. Borussia Dortmund steht aktuell mit 17 Punkten aus sieben Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz der Bundesliga. Die Mannschaft ist seit dem 3:2-Heimsieg gegen Werder Bremen am vergangenen Wochenende sogar ungeschlagen in den letzten drei Pflichtspielen. Diese positive sportliche Entwicklung, die sich auch in der Tabelle widerspiegelt, scheint die generelle Anziehungskraft des Clubs zu stützen, selbst wenn einzelne Spiele als zäh empfunden werden. Die Mannschaft hat in der Liga bisher zwölf Tore erzielt und nur vier kassiert. Die aktuelle Form in den letzten fünf Spielen zeigt drei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage, wobei die Serie der drei Siege in Folge mit dem 3:2 gegen Werder Bremen begann, bei dem Serhou Guirassy, Carney Chukwuemeka und Marcel Sabitzer trafen, und dem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt mit einem Treffer von Maximilian Beier.

Der nächste große Test für die Attraktivität des BVB steht bereits am Samstag an. Dann trifft das Team von Niko Kovac im Spitzenspiel der Bundesliga auswärts auf den aktuellen Tabellenführer Bayern München. Dieses Duell wird unter besonderer Beobachtung stehen, sowohl in puncto Spielqualität als auch hinsichtlich der erwarteten Rekord-Einschaltquote. Die Partie am Samstag 31. Oktober bietet die Gelegenheit, die positive Bilanz von fünf Siegen und zwei Unentschieden aus den ersten sieben Ligaspielen gegen den direkten Konkurrenten zu untermauern.

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