Felix Nmecha ist bereit, die zentrale Rolle im Mittelfeld von Borussia Dortmund zu übernehmen. Der 25-Jährige kehrt nach der Weltmeisterschaft mit gestärktem Selbstvertrauen zurück und sieht sich nach einer Vertragsverlängerung bis 2030 als fester Bestandteil der Mannschaft, wie der Spieler gegenüber der Bundesliga-Website erklärte.

Die Schwarz-Gelben beenden die Saisonvorbereitung mit einem Heimspiel gegen den Hamburger SV am 29. August. Dortmund geht als Vizemeister in die neue Spielzeit, nachdem man in der abgelaufenen Saison mit 64 Punkten aus 29 Spielen den zweiten Platz belegte. Aktuell fehlen mit Nico Schlotterbeck, Carney Chukwuemeka und Ramy Bensebaini drei wichtige Spieler, was die Verantwortung für Nmecha weiter erhöht.

Wie hat sich Nmecha bei Borussia Dortmund entwickelt?

Felix Nmecha wechselte 2023 vom VfL Wolfsburg zum BVB, wo er als potenzieller Nachfolger für Jude Bellingham gehandelt wurde. Seine erste Saison war von Verletzungen und wechselhafter Form geprägt, er kam nur auf zehn Bundesliga-Einsätze von Beginn an. Dennoch war er Teil des Kaders, der das Champions-League-Finale erreichte, saß im Endspiel aber ungenutzt auf der Bank.

In seiner zweiten Saison machte er 26 Ligaspiele, doch auch hier bremste ein Bandproblem seine Entwicklung. Ein Wendepunkt war das Spiel am 34. Spieltag gegen Holstein Kiel, bei dem er ein Tor vorbereitete und selbst traf. Unter Trainer Niko Kovač, der mitten in dieser Saison übernahm, fand Nmecha allmählich zu mehr Kontinuität. In der abgelaufenen Spielzeit 2025/26 war der Mittelfeldspieler mit den meisten Einsatzminuten in allen Wettbewerben für den BVB.

Was zeichnet seine Leistungsdaten aus?

Nmechas statistische Werte unterstreichen seinen Wert für das Team. In der letzten Saison erreichte er eine Passquote von 87,97 Prozent. Nur die Innenverteidiger Waldemar Anton und Nico Schlotterbeck schnitten in dieser Kategorie sowie bei gewonnenen Zweikämpfen besser ab als Nmechas 237 Duelle. Zudem vollendete er 73,7 Prozent seiner Dribbling-Versuche. Diese Zahlen zeigen einen vielseitigen Mittelfeldspieler, der sowohl in der Balleroberung als auch im Spielaufbau sicher agiert.

Seine Entwicklung wurde im März mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung bis zum Jahr 2030 honoriert. Trainer Niko Kovač sagte dazu: "Felix ist ein Schlüsselspieler in dieser Mannschaft. Jeder kann sich verbessern. Felix ist in einem guten Alter. Er erreicht langsam seinen Höhepunkt."

Welche Rolle spielte Nmecha bei der WM 2026?

Die Weltmeisterschaft in diesem Sommer war ein Karrieresprung für Felix Nmecha. Bundestrainer Julian Nagelsmann berief ihn in den Kader für das Turnier. Nmecha startete in allen vier Partien der deutschen Mannschaft, die im Achtelfinale ausschied. Gegen Curaçao gelangen ihm ein Tor und eine Vorlage, und im Spiel gegen die Elfenbeinküste bereitete er den Siegtreffer für Deniz Undav vor. Diese internationalen Erfahrungen haben sein Selbstbewusstsein gestärkt, bevor er in die Saisonvorbereitung beim BVB zurückkehrte.

Was bedeutet das für die neue Saison bei Dortmund?

Mit dem Abgang von erfahrenen Spielern wie Julian Brandt und Niklas Süle sowie der Verletzung von Kapitän Emre Can zu Saisonbeginn wächst Nmechas Verantwortung. Die jungen Sommer-Neuzugänge werden Zeit zur Eingewöhnung benötigen. Nmechas Rolle als erfahrenerer Kopf im Mittelfeld ist daher klar definiert.

"Ich habe erwartet, mit [Jude] Bellingham verglichen zu werden, da ich auf seiner Position ankam, als er ging", sagte Nmecha. "Allerdings vergleiche ich mich nicht wirklich mit anderen Spielern." Statt Vergleiche zu ziehen, konzentriert er sich darauf, seine eigene Entwicklung fortzusetzen. Die aktuelle Verletzungssituation, die auf unserer Verletztenliste nachverfolgt werden kann, unterstreicht, wie wichtig verlässliche Leistungsträger wie er sind. Mit dem zweiten Platz der letzten Saison im Blick, den Sie in unserer Tabelle einsehen können, will das Team den Anschluss an Bayern München halten, von dem man in der Vorsaison zwölf Punkte entfernt war.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Nmecha seine WM-Form in die Bundesliga übertragen kann. Sein Vertrauen ist da, und die Gelegenheit auch.